Wege zum Bioenergiedorf

Entscheidend für Kommunen, die sich auf dem Weg zum Bioenergiedorf machen wollen, ist, dass sowohl die Bewohner, die Land- und Forstwirte wie auch die kommunalen Vertreter von der Idee überzeugt sind. Denn die größten Hindernisse ergeben sich in der Regel nicht aufgrund der technischen Umsetzbarkeit oder der Verfügbarkeit von Biomasse, sondern vielmehr aufgrund von Informationsdefiziten und Vorbehalten in der Bevölkerung. Die Dorfbewohner sind es, die als Wärmekunden und / oder Anlagenbetreiber von dem Projekt überzeugt sein und profitieren müssen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) möchte mit dieser Internetseite erste Fragen interessierter Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen für eine eigene Bioenergiedorfentwicklung beantworten und im Ergebnis motivieren, sich dieser Herausforderung zu stellen. 

Als erstes Bioenergiedorf machte sich Jühnde 2005 für eine eigenständige Wärme- und Stromversorgung auf der Basis von Biomasse auf den Weg. Heute sind auf www.wege-zum-bioenergiedorf.de 118 Bioenergiedörfer registriert. Hinzu kommen 53 Dörfer, die sich auf dem Weg zum Bioenergiedorf befinden. Die Anzahl der Dörfer, die sich mit dem Gedanken eines Bioenergieprojektes auseinandersetzen, ist mit ca. 400 Kommunen aber noch um ein vielfaches größer.

Broschüren Tipps der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR):

Die Broschüre „Bioenergiedörfer – Leitfaden für eine praxisnahe Umsetzung" (2014) wurde vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) erarbeitet. Der Leitfaden gibt über die neue Entwicklung einen guten Überblick und orientiert sich in Bezug auf Anbau und Technologie auf die aktuellen Themen Effizienz und Nachhaltigkeit. Den Leitfaden sowie hilfreiches Arbeitsmaterial können Sie im Bereich Literatur in Kürze bestellen oder herunterladen.

Welche Rechtsform passt zum geplanten Bioenergieprojekt? Die Broschüre  "Geschäftsmodelle für Bioenergieprojekte" (2013) gibt eine Entscheidungshilfe an die Hand, die es ermöglicht, erste Eindrücke über Voraussetzungen und Vertragsinhalte sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Rechtsformen zu erhalten und so eine Orientierung für eine passende Rechtsform des Bioenergieprojektes zu finden.

Die Broschüre „Wege zum Bioenergiedorf-Leitfaden“ (2008) basiert im Wesentlich auf dem ersten Bioenergiedorf Jühnde (2005) und wurde vom Interdisziplinären Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Universität Göttingen erarbeitet.

Ein Teil der Texte für diese Internetseite sind in Zusammenarbeit mit dem IZNE und dem IfaS auf Basis der beiden o. g. Leitfäden entstanden.